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UNIVERSITY OF ILLINOIS LIBRARY AT URBANA-CHAMPAIGN

NOV 16 1983

L161—0O-1096

FERN Fr:

Die naturwissenschaftlich- paradoxographischen Exkurse bei Philostratos, Heliodoros und Achilleus Tatios

Dr. Hans Rommel

Verlag von W.Kohlhammer Stuttgart 1923

Gedruckt mit Unterstützung der Philosophischen Fakultät der

Universität Tübingen g

Druck von W. Kohlhammer in Stuttgart / Printed in Germany

Vorbemerkung.

Vorliegende Arbeit ist hervorgegangen aus der Bearbeitung der von der philos. Fakultät Tübingen 1914 gestellten Preis- aufgabe: „Die naturwissenschaftlich-paradoxographischen Ex- kurse der neusophistischen Literatur (insbesondere aus Pau- sanias, Philostratosundden Romanschriftstellern) sollen gesammelt und auf ihre Quellen untersucht werden.“ Bei der Sammlung des Materials zeigte sich bald, dass über den Kreis der ge- nannten Schriftsteller hinaus sich wenig derartige Exkurse fanden: die anderen Schriftsteller der ersten Blütezeit der Neusophistik, wie Aelius Aristides und Lucian, fügen nur sehr sparsam solche Paradoxa ein, immer zu einem bestimmten Zweck oder als Gleichnis. Aelian und Athenaeus, ein Problem für sich, blieben unberücksichtigt, abgesehen von ihren Parallelberichten zu den behandelten Stellen. Noch sparsamer sind die Haupt- vertreter der zweiten Blütezeit: der nüchterne Libanios wie der schlichte und klare Themistios bietet keine eigentlichen Exkurse, und Himerios bevorzugt mehr allgemein gehaltene Ekphrasen. Unter den Romanschriftstellern selber kamen nur

Heliodoros und Achilleus Tatios in Betracht‘). Aber auch so schien die Aufgabe noch zu gross. Da die Exkurse bei Pau- sanias in der Hauptsache auf andere, wohl periegetische Quellen zurückzugehen schienen, beschränkte ich mich auf Philostra- tos, Heliodoros und Achilleus Tatios, deren Exkurse ich in der Reihenfolge ihres Vorkommens behandelte’).

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" 1) Longus erwähnt 2, 14 den niedrigen Wuchs des Weinstocks in seiner ag Heimat und 1, 30, 6, dass die Rinder ausgezeichnet schwimmen (s. Brehm,

- Tierleben III ? 252). Sonst gibt er nur Ekphrasen, besonders bukolischer Natur. | &\ 2) Die Einteilung nach Sachgruppen versprach bei der ungeheuren Zer- fe splitterung und dem Verlust beinahe der ganzen paradoxogr. Lit. keine

IS Ergebnisse: bei den Elefantengeschichten z. B., die überaus häufig sind N) konnte trotzdem keine gemeinsame Linie festgestellt werden, und es zeigte g sich auch hier, wie richtig einer der besten Kenner dieser Lit. (E. Oder,

Phil. Suppl. VII 346) urteilt, dass sich ein vollständiges Stemma der Tra- dition auch nur für einzelne Paradoxa nie werde aufzeigen lassen.

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IV | VORBEMERKUNG

Doch wurde dabei jeweils auch auf die erhaltenen Parallel- berichte bei den übrigen Schriftstellern der Neusophistik und soweit möglich auch auf die Weitergabe und Variation der Motive eingegangen.

Was die Hilfsmittel betrifft, so steht es hier meist schlecht, abgesehen von zoologischen Fragen, wo neben Älteren‘) OÖ. Keller?) ein guter Führer ist. Viel Material liefern die alten Herausgeber Olearius für Philostrat und Jacobs für Achilleus Tatios. Das meiste aber war aus zerstreuten und oft schwer zugänglichen Quellen zusammenzutragen °). mu Werk blieb mir ständig unerreichbar.

Die Arbeit wurde im Juni 1920 abgeschlossen und als Dissertation eingereicht (25. Nov. mündl. Prüf.). Nachträglich ermöglichte die philos. Fakultät Tübingen den Druck der stark gekürzten Arbeit. Hiefür drücke ich ihr meinen geziemenden Dank aus, besonders auch Herrn Prof. W. Schmid, der mir stets mit nie versagender Hilfsbereitschaft zur Seite stand.

1) Bes. Sam. Bocharti Hierozoicon sive de animalibus S. Scripturse rec. Rosenmüller I-II. Leipzig 1793 (zit. „Bochart“). 2) Tiere des klassi- schen Altertums. Innsbruck 1884 (zitiert „Keller cl. T.*); weniger gut (meist ohne Belege, öfters unzuverlässig) ist: Die antike Tierwelt I und II (zit. „Keller I bezw. II“). 3) Ausser leicht auflösbaren Abkürzungen wie RE ist noch anzuführen: „Forb.“ = Forbiger, Hdbch. d. alten Geogr. I—Ill u. Rohde, Griech. Roman ?. Philostrat wird zitiert nach Kaysers Ed. min. (die Imag. nach d. Wiener Ausg.), Heliod. u. Ach. Tat. nach Bekker bezw. Hercher.

I. Philostratos’ Leben des Apollonios von Tyana!').

Jede Quellenuntersuchung über irgend ein Gebiet dieses

- Werkes hat sich auch mit der Damisfrage zu beschäftigen.

Zudem legt Ph.?) gerade solche n.-p. Exkurse mit Vorliebe dem Damis in den Mund. Aber wir brauchen zunächst auf diese Frage?) noch nicht näher einzugehen, denn auch diejenigen, die an der Existenz eines Damis und seines Buches festhalten, sind darüber wohl alle einig, dass nicht alles aus diesem Damisbuch stammen kann. Wenn wir zudem noch wissen, dass die n.-p. Exkurse ein Stilmittel des Ph. und seiner Zeit waren, und dass Ph. nach seiner eigenen Aussage *) das Übernommene in seinen Stil umgesetzt hat, werden wir von vornherein annehmen dürfen, dass solche Exkurse wohl eher auf Rechnung des Redaktors als auf die des Damis zu setzen sind. |

Da mit wenigen Ausnahmen alle diese Exkurse in die Reise- beschreibung eingelegt sind und meistens mit der Beschreibung von Land und Leuten eng zusammenhängen, ergab sich im

1) Ausserdem stehen nur noch in den Imag. einige Exkurse: 1,6 spricht er von der auffallenden, viel besprochenen (Keller I s. v.) Fruchtbarkeit des Hasen; Schenkl z. d. St. nimmt Herod. 3, 108 als Quelle an; will man eine Ähnlichkeit suchen, so entspricht am meisten Plut. mor. 829B. 1,12, 6 erwähnt er den Thunfischfang. Berührungen ergeben ‚sich mit Plut. soll. an. 979 F extr. u. Opp. Hal. 3, 620ff. Zur Sache vgl. P. Rohde NJbb. Suppl. 18 (1892). 2, 17, 11 erzählt Ph., wie die Möwen den Vogel “nuvE als Wächter dingen. Der Zug vom Vogel, der beim Flug getragen wird (Schol. Lucian. 1, 73, 4=IV,52 J. vom xYv&, sonst [Herm. 18, 1883, 417] v.anpüAog gesagt), ist hier, vielleicht von Ph. selbst, in ein neues Geschichtchen umgearbeitet nach Art der beliebten Anekdoten von sich gegenseitig helfenden Tieren (vgl. W. Baumann, Quaest. de an. hist. Aelianeae et Oppianeae, Mar- burger Diss. 1912, der aber diese Stelle nicht erwähnt). Der Exkurs über die Palmenliebe1,9,6 ist u. bei A. T. 1,17 behandelt. 2) Folgende

Abkürzungen habe ich angewandt: Ph(ilostratos), Ap(ollonios), n(aturw.)-

p(aradoxographisch), A(chilleus) T(atios). 3) Vgl. E. Meyer, Herm. 1917, S. 371 f und Chr.-Schmid IL1° 379f. 4) 1,3 p.4, 4.

Rommel, Die naturwissenschaftlich-paradoxographischen Exkurse, 1

REISE DURCH MESOPOTAMIEN

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Laufe meiner Untersuchungen, dass auch die geographischen Bemerkungen herbeizuziehen waren. Der Vollständigkeit halber entschloss ich mich dann, alle nennenswerten Nachrichten natur- wissenschaftlichen, geographischen und ethnographischen Inhalts (nur das Teratologische, z. B. über die Wunder bei den Brah- manen, wurde nicht berücksichtigt) zusammenzustellen. Denn über die Unzuverlässigkeit dieser Nachrichten herrschte von jeher nur eine Stimme), aber eine zusammenhängende Unter- suchung darüber ist noch nicht angestellt worden. Ed. Meyer aa0 beschränkt sich auf eine Zusammenfassung des bisher Bekannten.

Bevor ich an die Aufgabe selbst gehe, will ich kurz die bisherigen Ansichten über die Quellen dieser Exkurse darlegen.

Die indischen Nachrichten wurden von jeher am auf- merksamsten geprüft. Nach Lassen?) sind Ph.s Nachrichten unbedeutend und unglaubwürdig, sind „z. T. nur Erinnerungen aus der Geschichte Alexanders, z. T. gleichgültige Nebensachen, z. T. endlich unwahrscheinlich oder ganz unglaublich“. Priaulx °). bespricht die indische Reise ausführlich; er kommt zu demselben Ergebnis wie Lassen, verweist auf die Parallelen bei Ktesias und Nearch und vertritt die Ansicht, dass Ph. seine sonst nicht nachweisbaren Ansichten leicht in Alexandria, dem Hauptstapel- platz indischer Waren und Treffpunkt indischer Händler, sammeln konnte. Spätere wiederholten seine Bemerkungen ‘). E. Meyer aaO 376f stellt Herodot, Xenophon und Ktesias

als Hanptquellen auf, neben denen Ph. die populären Geschichts-

werke über «Alexander aufs stärkste ausgenützt habe.

Über die Gadeskapitel hat sich nur Hübner?) geäussert, der darin, allerdings sehr verdunkelt, Spuren der posidoniani- schen Lehren zu erkennen glaubte. Über die Quellen der

1) Vgl. Chr.-Schmid II1°, 380 ££ 2) Indische Altertumskunde III (1858) S. 302 und 358; ihm folgen alle Späteren, auch die neueste Darstellung, „India“ von Wecker RE 9, 1267 ff, geht ganz auf ihn zurück, so über Ph. S. 1292, 22 ff und 1308, 15 ff. 3) The Indian Travels of Ap. of Tyana 1873, S. 62. 4) So J. Goettsching, Ap. v. Tyana, Leipziger Diss. 1889, S. 51, und V. A. Smith, The Indian Travels of Ap. of T. i. Zeitschrift d. deutsch. Morgenl. Ges. 68 (1914) 392 ff. 5) RE 7, 446, 18 ff.

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PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 3

äthiopischen Reise dagegen hat sich noch niemand aus- gesprochen. Die zoologischen Nachrichten führt Carus!) hauptsächlich auf Ktesias und Agatharchides zurück.

1. Reise durch Mesopotamien.

c.6 p.5, 21 ff beschreibt Ph. die asbamäische Quelle. Dieses Paradoxon findet sich beinahe wörtlich wieder bei Ps-Arist. mir. ausc. 152. Dass es aus Ph. stammt), ist klar; denn der Stil- künstler Ph. hätte es im umgekehrten Fall sicherlich verändert. Amm. Mare. 23, 6, 19 spielt vielleicht auf diese Stelle an.

c. 6 p. 6, 31ff redet Ph. von der Gelehrigkeit der Vögel, - die den Menschen allerlei Redensarten nachplappern. Genauer bezeichnet er diese Vögel Im. 2, 17, 14 Yırraxos Te xl xirre und spielt dabei wohl auf ein Sprichwort an°). Gleich an- . schliessend p. 7, 4ff bringt Ph., wohl aus seiner eigenen Be- obachtung, einen andern Vergleich aus der Tierwelt: junge Adler. Dass Flussadler mit ihren Jungen aus pädagogischen Gründen häufig ringen, erwähnt Keller‘).

c. 18 beginnt Ph. die Erzählung von der Reise nach dem fernen Osten. Über das „alte Ninus“°) kommt er nach Meso- potamien. Für die Nachrichten darüber nimmt E. Meyer anscheinend Xenophon als Quelle an. Diese Annahme erscheint mir nicht begründet. Einmal werden wir sehen, dass Xenophon nirgends Ähnliches bietet®), dann sind die Angaben über die Örtlichkeiten so nichtssagend, dass Ph. sie wohl eher aus seinem Allgemeinwissen entnommen hat. Ferner kommen diese Orte wohl alle auch in der Alexandergeschichte vor, an die sich Ph. stark angelehnt hat. Bei Zeugma (p. 20, 19) z. B., in späterer Zeit der allgemeine Übergangspunkt‘), ging auch Alexander über den Fluss®). Ph. gebraucht hier (20, 18, ebenso im eigent-

1) Geschichte der Zoologie 1872, S.177. 2) S. Chr.-Schm. 737 Anm.5.

3) C.S. Köhler, Das Tierleben im Sprichwort der Griechen und Römer,

Leipzig 1881, S. 145. Zur Sache s. Keller II 48 u. 112. 4) cl, T. 260

ohne Angabe von Stellen. 5) S. E. Meyer aaO 373f. 6) Kleinere An-

klänge finden sich p.19, 18 - Xen. An. 3,5,1; 4,6 extr; p. 23,10 f > An. 2,

3,15; p. 23, 15f + An.1,5,1. 7) Forb. II 653 Anm. 40. 8) Strab. 746. 1*

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4 REISE DURCH MESOPOTAMIEN

lichen Exkurs Z. 26) die getrennte Schreibung % peon üv rorau.ay. Dies ist sonst biblische Ausdrucksweise’). Sonst findet sich diese Form noch bei Basilius und Eusebius°).

p. 20, 26 ff beginnt der eigentliche Exkurs über Mesopo- tamien und den Euphrat. Sehen wir uns die einzelnen Nach- richten näher an:

Ausser den Armeniern und Arabern erwähnt Strab. p. 41 dort auch die Assyrer; Nomaden werden dort auch sonst er- wähnt°). So ist es auch ganz selbstverständlich, dass es dort zwar Städte gibt, zum grössten Teil aber nur Dörfer (Z. 29). Vom Umkreisen der Ströme (21, 2f) redet auch Strabo ganz ähnlich c. 80 rov d8 Tiyow roranoy na ov Euoparıv... 2UxrA0v ueyav mepıßorroutvous und 91 0 SE T. xx 6 E. Eyau@imoauevoı may Meoororauiav. Wir haben also ganz allgemein gehaltene An- gaben, stark verbrämt durch sophistische Zutaten (Gegensatz vou.adss-vnowrag 20, 32; verdächtig ist auch die angebliche Aus- drucksweise der Nomaden, welche die Flüsse als Meer bezeichnen !) Das wenige Positive mag Ph. aus einer Alexandergeschichte entnommen haben‘). Aus ihr hat er auch z. T. seine Nach- richten über die Euphratmündung - entnommen. Ph. gibt darüber drei Ansichten: |

1. Er fliesst samt dem Tigris in das gleiche Meer (ist die alleemeine Ansicht bei den besseren Schriftstellern).

2. Nach Ansicht einiger aber verschwindet er zum grössten Teil in Sumpf. Diese Auffassung’) finden wir zuerst bei

1) Nach Forb. II 626 A. 28 aus d. Syrischen. 2) Basil. t. DI d. Mau- rinerausg. p. 449 D Eri tlg Meong ty notan@v, dag.p.88 oben &x Meoonotaniac.. Euseb. hist. ecel. 8, 12, 1 (II p. 776, 14 ed. Schwartz) ola roig &v M&oy row nortau@v End, dag. die gewöhnliche Form p. 302, 6. Bei der Wahl dieses Ausdrucks war Ph. vielleicht noch beeinflusst durch seine Vorliebe für p&oog c. Genetiv, s. W. Schmid, Attiz. IV 55. Arrian (s. u.) hat die Umschreibung: auch, daneben aber die gebräuchliche Form. 3) S. Olearius z. d. St. 4) Vgl. z. B. Arr. Ind. 42, 2f: "Eniwcv 5 Epnadıy Ev Aptotepfj AV YTiv- Zovolda Eyovıes' Kal napaniwougı Alıyvnv, Es NV 6 Tiypıs EoßaAdeı noranög' ös bewv EE’Appneving nap& nöAıy Nivov, TÄAAAXL TnoTE neyaiyv nal. ebdainova, TYYy HEONY EWvVTod Te „at Edöypdrew norapnod, „yMeoco- rnorapimv Eni ode nAnliteodar, mor&er Ähnlich an. 7, 7,3. 5) Über- die Entstehung dieser Ansicht vgl. Weissbach RE 6, 1202, 63 ff.

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PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 5

Mela III 78. Auch Arrian redet an einer Stelle (an. 5, 5, 5) von seinem Verschwinden im Sumpf, während er an andern Stellen von seinen Mündungen spricht. Diese Ansicht war jedenfalls sehr verbreitet und volkstümlich ').

3. Es gebe aber noch einen Aoyos Ypasursoos: der Euphrat fliesse unterirdisch bis Ägypten weiter und mische sich dann mit dem Nil. Diese Ansicht ist besonders interessant, da sie auch von Pausanias 2, 5, 3 vorgetragen wird. Aus dieser und einigen andern Stellen schloss Gurlitt ?), dass Ph. den Pausanias benützt habe. Dagegen wandte sich Robert‘) mit Recht („diese Stelle geht auf eine gemeinsame Quelle, ein vielgelesenes Buch reol rorauov oder rapxöozwv zurück“). Dies zeigt auch eine 3., allerdings sehr späte Stelle: Ps-Kallisth. 2, 9, 4 M.: (Inter- ponit A scholion margini olim ut videtur adseriptum) &orı Tiypıs rorauos xx Euppzıns dıx rüg Meoomorzuias za Baßv- AGVOg, OITLVES ATMOpDEoOUGLY Eis Tov Neidov TOTAUOY" Mao yao ore Neidos Eis nv Alyunrov Epyerau, Tores 0uT0L oi TOTAU.OL xevodvrar‘ [supple orı dE 6 Neidos] aroßatver is Aiyurrou, [Tore ouror| rAnuuvpoösıw. Wie diese Ansicht entstehen konnte, ist leicht zu erklären. Nach einer weitverbreiteten Ansicht war das indische Meer ein Binnenmeer, und Äthiopien und Indien hingen im Süden zusammen. Deshalb konnte auch Aristoteles, als man im Indus Krokodile fand, zu der Ansicht kommen, man habe die Nilquellen entdeckt‘). Ausserdem war die Ansicht vom unterirdischen Lauf des Nil und von seinem Ursprung aus Sümpfen sehr verbreitet’). Zudem glaubte man, dass Euphrat ‚und Nil einander sehr ähnlich seien®). So war die Kombination gar nicht so schwer, besonders für einen Paradoxographen. Aus einer solchen Sammlung entnahm Ph. diese Notiz und fügte

1) Ähnlich Ael. Arist. or. 36 $ 122 K., Lucian. Menipp. 9 und aus späterer Zeit Marius Victor Alethias I 303f. 2) Über Paus. als Schrift- steller p. 11. 3) Paus. als Schriftsteller, Berlin 1909 S. 264 Anm. 4) S. darüber J. Partsch, Des Aristot. Buch ‚Über das Steigen des Nil‘. Abh. d. Sächs. Ges. d. Wiss. ph.-h. Kl. 27 (1909) 567 f. 5) S. F. Strenger, Strabos Erdkunde von Libyen (Quell. u. F. z. a. G. u. G. 28) S. 70. 6) Siehe Weissbach RE 6, 1206, 56 ff.

6 REISE DURCH MESOPOTAMIEN

sie seinem wohl einer Alexandergeschichte entnommenen Ex- kurs ein.

Auf der Weiterreise sah Ap. eine erlegte Löwin, die auf- geschnitten 8 Junge in sich trug. Daran knüpfte er (c. 22 p. 23, 27 ff) einen Exkurs über den roxos der Löwinnen'). p.24, 4 ff deutet dann Ap. dies Ereignis im Anschluss an I. B 307 ff aus. Gehen wir nun auf die einzelnen Nachrichten ein: Zuerst berichtet er, dass die Löwin 6 Monate trächtig sei. - Ael. n. a. 4, 34-und Aristoph. epit. 2, 141 reden von 2, Epiphan. adv. haeres. 3, 78, 12 (Migne 92, 717) gar von 26 Monaten. Ein arabischer Schriftsteller?) mit 7 Monaten kommt Ph. am nächsten, hat aber einen bestimmten Grund für die Siebenzahl. In Wirklichkeit aber geht die Löwin nur 3'/s Monate trächtig?). Sie wirft dreimal. Auch diese Angabe lässt sich sonst nicht belegen. Wir hören entweder von einer Geburt in Ver- bindung mit dem Märchen, dass das Junge die Gebärmutter zerkratze‘), oder von fünf Geburten. Was Ph. dann von der Zahl der Jungen weiss, entspricht mehr der seit Aristoteles bekannten Vorstellung von der Proportionalität der Geburten.

Allerdings fängt sonst die Löwin mit fünf an?). Dass das letzte

das schönste sei, weiss auch Oppian aa0.

Fassen wir nun zusammen, so sehen wir, dass sich zwar einiges (Ablehnung der populären Ansicht vom Zerkratzen der Gebärmutter, Proportionalität der Geburten, das letzte Junge das schönste) auch sonst findet, dass aber die Mehrzahl dieser Nachrichten sich nicht belegen lässt. Aber bei den kümmer- lichen Überresten, die wir von den späteren zoologischen Werken

1) Darüber am besten Bochart II, 45 ff. 2) Ibn Abas bei Bochart 47f: er will die Ähnlichkeit der Wörter „Löwe“ und „Sieben“ im Arabischen erklären. 3) Brehm I? 456: „15--16 Wochen oder 100—108 Tage nach der Begattung wirft die Löwin 1—6, gewöhnlich aber 2—3 Junge“. 4) Seit Herod. 3, 108 sehr verbreitet und volkstümlich (cf. Halm, Aesop. Fab. 240). 5) Arist. h.a.7,31 (nur von den syr. Löwinnen); de gen. 3,1 p.750a 31 ff

(unterschiedslos), ebenso Ael. n. a. 4, 34; Plin. 8, 43 u. Opp. Cyn. 356 ff.

Ganz vereinzelt spricht Eustath. Iliad. E 556 von 2 Jungen (und 2 Gebär- müttern).. Auch die Katze (Damasc. vit. Isid. b. Phoöt. 343a 4 ff) soll mit 7 anfangend (Beziehung zur Woche! s. Wellmann Herm. 31, 235 ff, wo diese Stelle beigefügt werden kann) immer eines weniger gebären.

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PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 7

haben, ist es uns unmöglich, ein Urteil zu fällen. Ob ferner Ph. das Vorzeichen mit den 8 Jungen schon in seiner Ap-Quelle fand, ist ebenso schwer zu entscheiden: er kann dies Beispiel, von Homer ausgehend und ihn umgestaltend, selber erfunden haben. Diese Frage hängt eng mit der zusammen, ob Ph. die Zeitangabe (1 Jahr und 8 Monate) aus seiner Quelle entnommen oder selbst gebildet hat, eine Frage, die uns hier nicht zu be- schäftigen hat.

c. 23 kommt Ap. auf die Eretrier in Kissia zu sprechen, die nach Herodot 6, 119 von Darius ins Innere von Persien weggeführt worden waren. Die Beschreibung des merkwürdigen Asphaltbrunnens in ihrer Nähe p. 25, 23 ff stimmt ziemlich genau überein mit der, welche bei Herodot steht (nur nennt Herodot als dritten Bestandteil Salz statt Wasser, auch die Entfernung gibt Ph. ungenauer). Was Ph. im folgenden c. 24 von dem Lande Kissia weiter erzählt, ist sehr merkwürdiger Art und hat von jeher schärfste Kritik erfahren. Die romanhafte Ent- fernungsangabe p. 26, Af oixoücı yao &v rn Madırt, Baßuravos or MORD ameyovres, Tu£oas (00V) Spoumo avdpr (nämlich die Kissier ; Kissia = Susiana; von Susa nach Babylon sind es in der Luft- linie mehr als 2000 Stadien!) dürfen wir ruhig dem Ph. selbst zuweisen, ebenso das Gerede von den Nomaden dort, denn dies ist nur eine vergröberte Wiederholung dessen, was er ec. 20 von Mesopotamien sagte. Welches Vorbild Ph. bei der Beschreibung ihres Wohnsitzes hatte, können wir nicht mehr feststellen. Dass Babylonien und Susiana sehr asphaltreich waren, war allgemein bekannt ''); von der Schädlichkeit des Asphaltes für die Menschen p. 26, 11 ff hören wir sonst nichts?). Sogar ganz genaue Zahlen der Abgeführten gibt Ph. und weiss viel von ihren Bauten und ihrer Schrift zu erzählen. Dass letzteres reine Erfindung Ph.s ist, ist klar. Ob er dagegen auch die anderen, nicht aus Herodot stammenden Züge aus uns verlorenen Schriften entnommen hat, ist für uns nicht mehr festzustellen.

Ph.s Beschreibung der Stadt Babylon stammt m. A. nach

1) S. Nies RE 2, 1797. 2) Über seine Verwendung in der Medizin 8. Nies aaO. 1729, 10 ff.

8 INDISCHE REISE y

zum grössten Teil aus einer romanhaften Alexandergeschichte, ähnlich der des Curtius, vermischt mit einigen Herodoterinne- rungen. Baumstark') vermutet als Quelle der von Herodot, Ktesias, den Alexanderschriftstellern und Berosos abweichenden Angaben Hellanikos. An eine derartige ernsthafte Quelle ist aber jedenfalls bei Ph. nicht zu denken. Bei der Vergleichung seiner Nachrichten zeigt sich folgendes: auf Herodot geht zurück die Angabe über den Umfang der Mauer und die Bemerkung p. 28, 3f rorauo de Edoparn Teuvera Euv Omowenrı Tol Eidoug, die durch Herodot 1, 180 erst recht verständlich wird’); auf Ktesias dagegen die Erwähnung der zwei Burganlagen und des unterirdischen Tunnels (aröpenros yEgupx 28, 4). Den Bau dieser Brücke schrieb er, wie sonst viele noch, der Semiramis?) zu. Die Schilderung des Baues hat Ph. wohl wieder zum grössten Teil selber geliefert. Von der Verwendung von Asphalt als Bindemittel bei den dortigen Bauten berichten alle Schriftsteller. Die Bemerkung, dass der Asphalt zum Hartwerden des Wassers bedürfe (28, 16 f), ist zum mindesten schief ausgedrückt‘). Neu sind also nur seine Massangaben (Höhe und Breite der Mauer; aber Umfang=Herodot); alles übrige lässt sich sonst belegen). Zahlen aber konnten, zumal in schlechter romanhafter Über- lieferung, leicht verdorben werden.

2. Indische Reise.

Die Reisebeschreibung bis Indien hatte Ph. ganz kurz ab- gemacht, um im Lande der Wunder selbst desto länger zu ver- weilen. 2, 2 sind die Reisenden bereits am Kaukasus, womit Ph., wie die Alexanderhistoriker, den Paropamisus= Hindukusch meint.

Über diesen Kaukasus gibt uns nun Ph.p. 43, 14 ff einen

1) RE 2, 2692, 61 ff. Auf dessen Ausführungen verweise ich auch für die u. angef. Stellen. 2) Worauf Kayser z. d. St. aufmerksam gemacht hat. 3) cf. Strab. 737. 4) Nies „Asphalt“ RE 2, 1727 erwähnt die Stelle nicht. 5) Auf die Kunstwerke dort brauche ich nicht näher einzugehen; es steht fest, dass alle derartigen Ekphrasen unbestrittenes Eigentum des Verfassers der Eixöves sind.

PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYAN 9

längeren Exkurs. Als Ende dieses grossen asiatischen Gebirgs- zuges sieht er das Vorgebirge Mykale an und bemerkt, dass einige mit Unrecht dieses Vorgebirge als Anfang ansehen, wobei er als „Anfang“ nur den höheren Teil einer Bergkette gelten lassen will, nicht aber den weniger hohen. Gegen wen richtet sich nun diese etwas spitzfindige Polemik?

Nach allgemeiner Ansicht!) begann der Taurus bei dem prom. Chelidonium oder Sacrum in Lykien, das deshalb auch prom. Tauri hiess. Strabo redet p. 651 auch davon, dass der Taurus an der SW-Spitze der kleinasiatischen Halbinsel be- einne, aber er setzt den Beginn ausdrücklich südlich des Mae- anders an. Aber einen Vertreter der von Philostrat bekämpften Ansicht haben wir noch’): Arrian anab.5,5,2f: vov Txüoov To 6pos ameipysiv ınv "Äctov, apyomevov nev ano Murains..., ATOTEU.VOU.EVOV ÖE TiV TE Hayuourov za Kıltamv yiv Evbev ev

ws & Apneviav mapraeıv... (3) aara 08 Bartotoug Zuußaideıv

7& Iaporap.iso ögeı, 6 In Kauxasov Exadouv oi "AXslavdow Zuorox- weroavres Maxredoves ... . TUyov dE xaı Suvsyks TUYYAvEL Ov TOUTO TO Hp05 Ta AI ta Exrudıza Kauxacm... (4) röv de Kauxacov toürov wadrxsıy iore Er) Tav MEYarnv senv mp0g En te xar Ivooos Bariaccav. Wir sehen, dass Arrian hier wie Ph. den Gebirgszug mit dem Berg Mykale beginnen lässt (das Gerede von xpyn und reoux ist Ph.s eigene Zutat) und dass sich auch in der übrigen Beschreibung Be- rührungen zwischen beiden finden. Nur hat Ph. manches ver- schlechtert und sophistisch aufgeputzt. Mit dem Ausdruck . Tavow Ertow meint er natürlich den eigentlichen skythischen Kaukasus. Arrian nimmt den Zusammenhang beider Gebirge nur als möglich an, Ph. als sicher wie z. B. auch Strabo ’°). Diese merkwürdige Bezeichnung ist nur ein sophistisches W ort- spiel: in der Sucht, etwas Neues zu sagen, wird aus dem „andern Kaukasus“ (cf. oben Arrian: TS Mo Ta Lxudıx® Kauzasw) der „andere Taurus“; er selber empfindet das Un-

1) S. Forb. II 44 Anm. 84. 2) Bisher wies nur W. Schmid, Attiz. IV 535 ‚auf diese Polemik hin. Ind. 2, 2 dagegen vertritt Arrian die gewöhnliche Ansicht. 3) 497 ef. Forb. II 55, A. 13.

10 INDISCHE REISE

gewöhnliche seiner Bezeichnung, deshalb sagt er abschliessend 2. 25 6 ayxwv od Kauxzoou. |

Sein Bericht, der zwar dadurch etwas undeutlich geworden. ist '), aber sonst sich an Arrians Bericht hält, darf nicht ver- elichen werden mit dem ähnlichen, aber viel romanhafteren und schlechteren bei Curtius 7, 3, 19 ff.

Der Ausdruck ypovo arısmndev Z. 27 ist nur rhetorische Überleitung zur folgenden Panthergeschichte. Denn die Ansicht, dass der Taurus sich durch ganz Asien bis ans jen- seitige Meer erstrecke und nur den Namen ändere, war ganz allgemein?). Dass der Taurus und der Kaukasus sehr gewürz- reich waren, war bekannt. Den Styrax in Pamphylien) er- wähnt auch Plin.?). Als Beweis für den Zusammenhang der beiden Gebirgszüge erwähnt Ph. die Tatsache, dass die Panther vom Styrax angelockt werden. Davon ist sonst nirgends eine Spur zu finden, auch sieht man ihr das Anekdotische, Unglaub- liche gleich an. Wohl schrieben die Alten dem Panther die Eigenschaft zu, durch seine Ausdünstung die Tiere anzulocken, um sie dann aufzufressen’°).

Wie kam nun Ph. zu diesem Zug? Ich vermute, dass eine Bemerkung Aristobuls, wie sie uns bei Arr. an. 3, 28, 6 erhalten ist, ihn zu dieser Geschichte veranlasst hat. Die Stelle lautet: ara Ev ye rourw To Kauagow oUdEv AAAD Orı um Tepu.ıvdor mepixası aa olpıov, ws Aysı "Aptoroßoudos ara zul oc Erwxelto noAdolc aydowmors ur rpoBaT« TOM A Kenn Eveu.ovro, orı ac YaAlpoucı T& oLlola Ta rpoßara, zul ei &x moAAo0 T90- Barov sıXotov alodyoıro, xal BEL En QUTo XXL TOrE Avdoc ETIVEu.eTaı xl TV &tlorv Avopurrov xaı raurnv xareadie. Ph. hat nun beide Tiere verwechselt. Die Anekdote vom gezähmten ®) Panther des Königs Arsakes mit seinem goldenen Halsband ist natürlich ganz eigene Erfindung des Ph. Mit der Bemerkung

1) Die Entfernungsangabe „20000 Stadien“ ist wieder ganz willkürlich; Baltzer in der Übers. dazu hat die Stelle falsch aufgefasst, um eine Angabe Ph.s zu retten. 2) Forb. II 45 A. 85. 3) dpwpartopspog ist sonst nur Beiwort von Arabien: Strab. 39, Plut. Alex. 25, Luc. Macrob. 17, Steph. Byz. 8. v. 'Apaßia. 4) 12, 125, cf. Strab. 571. 5) S. Keller, cl. T. 396 A. 184. 6) Zahme Panther waren ganz bekannt; vgl. Keller, cl. T. 145 £.

PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 1}

(44, 18 ff), dass der Kaukasus Indien und Medien scheide und sich mit seinem andern Ende bis ans Rote Meer erstrecke, brauchen wir uns nicht lange aufzuhalten. Weiter unten werden wir noch mehr derartige geographische Ungereimtheiten finden, für die Ph. selbst verantwortlich gemacht werden muss. Fassen wir nun das Ergebnis unserer Untersuchung über diesen Exkurs zusammen, so ergibt sich, dass der geographische Bericht sich aufs engste mit dem Arrians berührt. Doch glaube ich nicht an direkte Benutzung. Ph. hat eben die gleichen Quellen ausgeschrieben wie Arrian, irgend eine Alexander- geschichte. Aus dieser entnahm er auch die Notiz Aristobuls von den Schafen, die dort von ferne durch das Silphion an- gelockt werden. Daraus bildete er ein neues Paradoxon, die durch Wohlgerüche angezogenen Panther, die zugleich echt sophistisch als Beweis für eine (in Wirklichkeit nie bestrittene) wissenschaftliche Frage eingeflochten werden. Der zahme Panther mit der Inschrift auf dem Halsband ist endlich echt philo- strateische Erfindung. | Im f.c. 3, in welchem Ph. von den angeblichen Sagen '!) der Barbaren über den Kaukasus redet, sagt er p. 44, 32 ff, dass diese, um den Prometheus zu- rächen, die Adler als Feinde ansehen und ihre Nester mit Brandpfeilen anzünden. Von dieser Art der Vernichtung der Brut findet sich sonst nichts. Die alten Schriftsteller berichten überhaupt über Jagd und Fang dieser Tiere so gut wie gar nichts”). Jedenfalls ist es richtig, dass die Adler zur Brutzeit besonders gefährlich werden und dass deshalb die Gebirgsbewohner keine (sefahr scheuen, die Brut auszuheben °). Diese ihm bekannte Bekämpfung der Adler verleste Ph. nun auf den Kaukasus. Nach dem Übergang über den Kaukasus begegnen die Reisenden c. 6, p. 47, 8ff Elefanten- und Kamelreitern. Ihre Kamele sollen, ohne zu rasten, 1000 Stadien zurücklegen. Ähnliches lesen wir auch sonst‘),

1) Auf die übrigen Nachrichten mythischen Inhalts gehe ich nicht näher ein. Schon die Herausgeber haben auf die Parallelstellen, namentlich Arr. an. 5, 1, 1ff u. Curt. 8, 11, 2ff aufmerksam gemacht. Ph. hat einfach das, was Alexander Ausserordentliches begegnete, leicht verändert auf Ap. über- tragen. 2) Keller cl. T. 270. 3) Ders. 271. 4) Diod. 19, 37,6; vgl. Gossen RE 10, 1826, 27 f.

12 | INDISCHE REISE

ebenso von Palmwein und Palmhonig, den sie von ihnen er- hielten '). p. 49, 12 ff wird der Übergang über den Fluss Kophen (auch schon 47, 10 genannt) erwähnt. Den Schlüssel zu dieser Flussübergangsstelle und zum Folgenden bietet Arrian an. 5, 1, 1.'Ev 58. 7i yapx Taucn, Tvrwa perabl ToD TE Kunpfivos za oo 'Ivdoo rorapod Emirdev ’Arslavdoos, Kol Nöoav rodıy oixeishaı Afyouaı To dE Arlopa elvaı Arovucou‘ 00 yap &yw ouu.ßarelv ei 6 Onßxtos Arovuoos Ex Onßiv %T V.WA0UL Tod Audtou Goundeis &7’ ’Ivöong üze... Ph. hat der Anschaulichkeit zuliebe die Sache etwas ausgeschmückt (6 yao norau.og ourw n.EyAs); Wir

sehen, dass auch der Berg Tmolus wahrscheinlich schon in seiner

(Quelle stand; aus der Stadt Nysa wurde, wohl absichtlich, der Berg Nysa. Was Ph. dann vom Dionysoskult usw. erzählt, dürfen wir übergehen, dagegen müssen wir p. 5l, 4 ff den Exkurs über den Fels Aornos näher ansehen. Hier weicht Ph. von den sonstigen Angaben ab°), wohl um Neues zu bieten: Die Vögel wurden durch Ausdünstungen eines Spaltes oben auf dem Berg betäubt, wie wir auch in Athen &v reodop.w ou Ilxp9evavos °) und sonst in Phrygien und Lydien‘) sehen können. Diese Än- derung dürfen wir wohl auf Ph. selbst zurückführen, der damit ein Problem lösen will.

Im folgenden kommen wir an den grössten und umfang- reichsten Exkurs, über den

Elefanten.

Dieses Tier fand er in seiner Alexandergeschichte erwähnt °).

1) Amm. Marc. 24, 3,12; vgl. Wecker RE 9, 1302, 13 ff. 2) S. darüber Tomaschek RE 1, 2659: Luc. rhet. praec. 7 u. Dion. Perieg. 1149 vertreten die Ansicht, dass er wegen seiner Höhe nicht übersteigbar sei (etwas ab- weichende Erklärung gibt Eustath. zur letzteren St.). Als Höhe dieses Felsens gibt Diod. 17, 85,3 16, Arrian an. 4, 28,3 nur 11 Stadien an, Ph. hier 15 Stadien (Posidonius setzte als Höchstmass der Berge 15 Stadien an statt der bisher geltenden 10: B.ph. W. 1917, 395. 3) Lucret. 6, 742 ff erwähnt Ähnliches, was auf gemeinsame Abhängigkeit von einer paradox. Quelle hinweist; sonst

erwähnt Ph., allerdings mit besonderer Vorliebe, Athenisches; vgl. E. Meyer

aaO 377 u. bes. O. Weinreich, De dis ignotis p.df. 4) cf. Olear. z. d. St. 5) p. 47, 8f waren schon Elefantenreiter zwischen Kaukasus und Kophen

erwähnt. Am gleichen Platz sah auch Alexander zuerst Elefanten: Arr. anab. 4, 30, 7.

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PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 13

Er benützte die Gelegenheit, über dies Lieblings- und Parade- stück der Rhetorik aller Zeiten!) Unterhaltsames und Neues vorzutragen. Aber er bietet sein Wissen nicht nur in Exkursen, auch in die Erzählung flicht er nicht ungeschickt seine Nach- richten ein ?).

c.11 p. 53, 9 ff spricht er zuerst von seiner Gemütsart, dass er sich gern an den Menschen gewöhne, ihm schmeichle, aus der Hand fresse, dulde, dass der Mensch den Kopf in seinen Rachen stecke, und den Rachen aufsperre, so lang der Mensch wolle’). Bei Nacht bejammere er seine Einsamkeit‘). Alle diese Züge, die sich meist auch sonst finden, hat er aus einem Elefantenbuch, das auf Juba zurückgeht.

p. 53, 26 ff gibt uns Ph. eine Einteilung dieser Tiere in drei Klassen, von der wir sonst nirgends das Geringste hören’); er unterscheidet EXeıor, öpsroı u. medıvoi. Diese Einteilung ‚ist ihm so wichtig, dass er sie noch zweimal wiederholt.

Um dieser seltenen Einteilung willen glaubte man bisher allgemein, dass Ph. hier guten, soliden Quellen gefolgt sei®). Dies scheint mir ganz unwahrscheinlich zu sein, denn, wie bereits gesagt, findet sich sonst nirgends in den zahlreichen Berichten über Elefanten bis zu Tzetzes herab eine Spur dieser

1) Die Elefantengeschichten der späteren Zeit fand ich noch nirgends zusammengestellt (auch nicht bei A. Marx, Griech. Märchen von dankbaren Tieren. Stuttgart 1889); vgl. u. zu A. T. 4, 3, wo ich einige Anekdoten anführe, wie sie sich jetzt noch in populären Schriften finden. 2) Den Reisenden begegnet ein Knabe auf einem Elefanten (p. 54, 16 ff). Das gibt Anlass, in einem Gespräch nach sokratischer Art ihre Gemütsart zu besprechen ; 53, 16f: sie sperren den Rachen auf „xadtanep &v Tolg vonacıv EwpWpev“ (Jessen, Ap. v. Tyana p. 10 A. 6 schloss daraus auf nachlässiges Ausschreiben der Vorlage; dagegen mit Recht Miller, Philol. 66, 1907, 524); 53, 24 ff sieht Ap. die Elefanten den Indus überschreiten; daran knüpft er seine Ge- ' schichten aus Juba p. 56, 1ff usw. 3) A.T.4,5 (und Cassiod.) berichten Ähnliches (s. u). 4) Ganz Ähnliches berichtet Ael. n. a. 10, 17; Wellmann Herm. 27 (1892) 404 nimmt Juba als Quelle beider an. 5) Ael. n. a. 4, 24 sagt nur, dass der E. sumpfige Gegenden liebe und deshalb s o- zusagen ein Sumpfbewohner sei (xal,ög &v elmorg Eierög Eorıyv). 6) So auch Wellm. aaO u. RE 5, 2251, 28; aaO 405 meint er, Plin. u, Strab. hätten einfach diese Einteilung weggelassen, die alle drei in ihrer gemeins. Quelle vorgefunden hätten.

1A INDISCHE REISE -

Einteilung. Dann aber werden wir weiter unten sehen, dass Ph. die gleiche Einteilung auch bei der phantastischen Be- schreibung der Drachen bringt, und dass Ph. diese Einteilung, die sich für Tiere im allgemeinen allerdings schon früher findet), selbst auf die Drachen übertragen hat.

In dieser Ansicht werden wir bestärkt, wenn wir die ein- zelnen Züge, welche den verschiedenen Arten zugeschrieben werden, näher ansehen. Bei der ersten Erwähnung 53, 26f gibt Ph. nur der 3. Klasse, den reöwot, etwas Besonderes. Diese werden für den Kriegsdienst gefangen, tragen in der Schlacht Türme mit Kriegsleuten ?). Dann fährt er fort (53, 32ff), dass dieses Tier seinen Rüssel wie eine Hand°) behandle und ihn zum Schleudern gebrauche. Schliesslich vergleicht er den indischen und den libyschen Elefanten. Nun aber bringt auch Plin. 8, 27%) die Nachricht von ihrem Fang und ihrer Ver- wendung im Krieg unmittelbar neben diesem Vergleich des ind. und des libyschen Elefanten. Es liegt also, wie Wellmann nachwies°), Quellengemeinschaft vor, und wir sehen, dass Ph. eine Nachricht aus seiner Quelle einer Klasse seiner fingierten Einteilung zugeschrieben hat; die andere teilt er anschliessend daran mit, kann sie aber nicht in seiner Einteilung unterbringen, . da sie nicht passt.

Bei der zweiten Erwähnung 55, 17 spricht er von ihren Zähnen (anschliessend an seine Ausführungen über diese Streit- frage): am schlechtesten sind die der Sumpfelefanten; besser, aber kleiner die der Bergbewohner, am besten die der redwwot. Hier scheint er ja auf den ersten Blick sehr solides Wissen zu verraten®). Aber wenn wir näher zusehen, merken wir,

1) So bei Aristot. hist. an. 8, 29. Über Xenophon s. u. 8. 35f. 2) 10—15 Inder in diesem Turm ist wieder eine arge Übertreibung Ph’s. (Maccab. 1, 8, 6 sind es gar 32!). Die Höchstgrenze war 5 (s.. Wellm. RE 5, 2257, 20f). Timoth. Gaz. 25 (Haupt Opusc. III, p. 288, 22) ötı nopyoVg ol EAEpavres Exovcı EvAlvoug Ent TÖV VWTWV TETÄNPWHEVOUG ÖnALT@v xal payxovraı braucht nicht auf Ph. zurückzugehen, obwohl er aus dessen Drachenbericht schöpft (s.u.); denn .er benützt in seinen Elefantengeschichten den Ph. sonst nicht. 3) S. u. zu A.T. 4, 4, 5. 4) Ähnlich Strab. 705. 5) aaO 405. 6) Von Unterschied in Farbe und Beschaffenheit des

PHILOSTRATOS’ LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA 15

dass auch diese Ausführungen nicht viel Positives enthalten; zudem steht (Z. 19) roAxyo0 yap aurav imodsdurgsı anpayyss in direktem Widerspruch zum vorangehenden xx ol; uEv xepxopogors Eracıy VTOBAADUCAK N Ducıs 00TA onpayymon megıpueı To Eos Eimdev, 76 Ö£ av EXEDavrwmv nANpES Amopatveınalömorov. Dieser Widerspruch erklärt sich eben daraus, dass Ph. letzteres aus seiner Quelle hat, die Einteilung aber selbst gemacht hat).

55, 26 ff hören wir diese Einteilung zum drittenmal: die E. aus den Sümpfen sind unverständig und stumpfsinnig, die aus den Bergen boshaft und tückisch, dagegen die aus der Ebene wieder die besten; sie sind gutmütig und folgsam. Wir haben dieselbe Steigerung in der Reihenfolge £dstos—üpsı0s— zedıvog?). Auch die Drachen in den Sümpfen nennt er 88,15 vo9goi (nach Xen. Cyn. 5, 17 Ppaduraror d& oi &ieror sc. Hasen). Gesebichten von der Bosheit und Tücke einzelner E. werden die Alten jedenfalls auch schon gekannt haben. Seiner dritten Klasse gibt er wieder solche Eigenschaften, welche die anderen Schriftsteller allen Elefanten zuschreiben: sie sind wunoens zoxorzt: schreiben, tanzen und schaukeln’?).

Hätte nun Ph. diese Einteilung wirklich aus einer ernst- haften Quelle übernommen, so hätte er auch bestimmte Kenn- zeichen der verschiedenen Rassen mitübernehmen müssen. Wir sehen aber, dass dies nicht der Fall ist: beim ersten und dritten- mal gibt er seiner besten Klasse einfach die Eigenschaften, die seine Quellen sämtlichen Elefanten zuschreiben, und bei dem Versuch, das Elfenbein der drei Klassen näher zu be- zeichnen, gerät er sogar in Widerspruch mit seinen unmittelbar vorausgehenden Ausführungen. Ich glaube, damit erwiesen zu

Elfenbeins fand ich sonst nichts, nur Plin. 8, 7 erwähnt, dass man die jungen Elefanten am candor der Zähne erkenne.

1) Wenn zudem nach Aelian (s. o. S.13, A. 5) alle Elefanten sozusagen

Sumpfbewohner waren, so mussten ja alle Zähne onpayywösıg sein! 2) Bei

den Drachen hat er die Reihenfolge &Xstog nedivög Öpsrog. 3) Schrei-

. bende und tanzende Elefanten erwähnt im selben K. Aelian 2, 11; s. dazu

'Wellm. Herm. 23 (1892) 391 f; Porph. de abst. 3, 15 sagt, die Tiere lernen

auch öpxstoyaı, Nvıoxelv, novopnaxeiv, naAloßareiv, YP&PELV, KvayıyWoreıv, adAelv, aıdapilew, Tobsberv, Immeberv.

16 INDISCHE REISE

haben, dass Ph. diese Einteilung nicht in seinen Quellen fand, E

sondern sie von den Drachen auf die Elefanten übertragen hat.

Kehren wir nun wieder zu c. 12 zurück! In seiner Quelle fand er auch Angaben über das Alter des Elefanten (54, 4f); eine Geschichte darüber nach Juba bringt er auch im f. c.13. Aber das genügt ihm noch nicht. Er fügt noch ein Geschichtchen echt philostrateischen Gepräges ein '): in Taxila hätten die Reisenden einen über 350 Jahre alten Elefanten Aiax?) gesehen, der goldene Spangen mit einer griechischen Inschrift um die Zähne trug und den die Inder salbten und schmückten’°).

Dann wendet er sich c. 13 p. 54, 26 ff der damals viel- behandelten Streitfrage*, zu, ob die E. &Sovres oder x£poxrta hätten, und er gibt zunächst Jubas Gründe wieder, der sich für xeoxrx entscheidet. Wellmann aaO hat wahrschein- lich gemacht, dass Pausanias und Oppian, ebenso Aretaios °) aus Amyntian schöpfen, der Jubas Auffassung sich zu eigen gemacht hat. Tatsächlich entspricht Pausanias’ 4. Grund genau dem 1. Grund, den Ph. aus Juba anführt: es sind x2pxr«, denn sie gehen von den Schläfen aus; auch Pausanias’ 2. Beweis- grund hat Ähnlichkeit mit dem 3. Grund hier®); dagegen der andere Grund Ph.s: 7& .... napxdnyssdaı dE undevi Ersow, dass sich die Hauer nicht aneinander wetzen, d.h. sich nicht berühren, findet sich sonst nirgends. Ph. hat eben seine Ausführungen

1) S. 0.8.10 die Geschichte vom zahmen Panther mit der Inschrift auf. dem goldenen Halsband! 2) Auch Plin. 8, 5 spricht von einem E. namens Aiax beim König Antiochus. Über sein Alter (gewöhnlich 200—300 Jahre) vgl. Wellm. RE 5, 2250, 41 (gibt fälschlicherweise die Zahl 530). Ph. hat wohl eine runde Zahl geben wollen, genau waren es seit 327 bis 45 n. Chr., in welche Zeit Ph. die Indienreise ansetzt, 372 Jahre. 3) Nach Ael.n.a.1, 38 u. 13, 8 liebt der Elefant Blumen und Wohlgerüche; vgl. auch A.T.5, 1f, s. u. 4) Vgl. Attiz. IV 540 A. 88, Wellm. Herm. 27 (1892) 402 f und H. Blümner, RE 5, 2357, 62 ff. 5) M. Wellmann, Die pneumatische Schule, S. 64. 6) Dabei ist aber noch eine Schwierigkeit: Ph. schreibt dem Juba die Ansicht zu, dass die Hörner nicht ausfallen; nach Ael. 14,5 fallen sie aber in bestimmten Zeiträumen aus und wachsen wieder nach. Wellm. 402 sucht den Widerspruch dadurch zu lösen, dass er annimmt, Juba habe dies nur von den mauret., nicht aber von den indischen Elefanten behauptet. |

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nicht aus erster Hand, d. h. nicht aus Juba selbst!), sondern aus der gleichen Quelle, aus der auch die Widerlegung dieser Ansicht stammt. Was das für eine Quelle ist, kann ich nicht sagen. Das meiste darin ist aristotelisches Gut’). Da aber alle Späteren auf Aristoteles zurückgehen, lässt sich kein weiterer Schluss daraus ziehen.

Aber Ph. macht sich das, was er vorträgt, nicht selber zu eigen. Unmittelbar vor diesem Exkurs hatte er mit den Worten meol Tols EiT 6dolcıy elite xEpacıv (54, 11) die Streitfrage unentschieden gelassen, und Im. 1, 10, 2 spricht er kurzweg von x£oxrx. Daraus hat man auf verschiedene Verfasser geschlossen °); dagegen braucht man nicht einmal an eine Meinungsänderung‘*) zu denken: wenn Ph. selbst einige Zeilen vor seinen hoch- tönenden (aus seiner Quelle entnommenen). Worten „eya 6 mpoodeyou.aı Toy Aoyov“ die Streitfrage unentschieden lässt, darf man in dem andern Werk an einer Stelle, wo die Sache ganz flüchtig gestreift wird, keinen Widerspruch finden. Ph. hat nur der Mode zulieb°) die Streitfrage vor uns aufgerollt, ohne selbst innerlich dazu Stellung zu nehmen.

p. 56, 1ff und 58, 20 ff spricht Ph. von der Klugheit der Elefanten im Anschluss an ihren Flussübergang, natür- lich aus seiner Quelle®). Nach einer längeren Abschweifung über Kindesliebe bei den Tieren (s. u.) kehrt er 58, 20ff zu diesem Flussübergang zurück; aber nur scheinbar, denn in Wirklichkeit behandelt er eine neue Anekdote: den Flussüber- gang bei erwachsenen Tieren. Dafür gibt er drei Gründe an: 1. der Elefant ist raxrızataros av Inplov’), 2. wenn der kleinste herüberkommt, kommen auch alle grösseren durch, da-

1) So Susemihl, Gesch. d. griech. Literatur II 414 A. 370; dagegen Wellm. aä0 404. 2) Arist. h. a. 3,9 p. 517a 20; 2,1 p. 501b 1ff; part. an. 3, 2 p. 662b 30 ff; h.a. 2,1. p.499b 15 ff u. 497b 22ff; gen. an. 4, 4 p. 771b 8; p. 517a 20; cf. Plin. 11, 127. 3) So zuletzt K. Münscher, Philol. Suppl. 10 (1907) 497 Anm. 62. 4) W. Schmid, B. ph. W. 29 (1909), 519. 5) cf. Pausanias 5, 12; Oppians Cynegetica (II 489 ff) waren Ph. sicherlich bekannt (Verf. lebte wohl am Hof, ef. Chr.-Schmid II 2, 522). 6) cf. Ael. 7, 15. Nach Wellm. Jubasches Gut! 7) Über ihre Taktik spricht Plin. 7, 36 und 8, 23. |

Rommel, Die naturwissenschaftlich-paradoxographischen Exkurse. 2

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